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Dienstag, 7. Februar 2017

Tag des Gutachtens

Nachdem es nun in den letzten Wochen und Monaten immer wieder Unstimmigkeiten bezüglich der Ausführung der Arbeiten der verschiedenen Gewerke gab, hatten wir das Gefühl, wir müssten einmal einen unabhängigen Sachverständigen hinzuziehen, um uns unser nicht mehr ganz so gutes Gefühl zu nehmen. Wir haben uns nun gesagt, entweder der Gutachter bestätigt uns in dem, was uns Sorgen bereitet, dann kann man dagegen etwas unternehmen. Und selbst wenn er nichts findet, so gibt es uns zumindest ein beruhigendes Gefühl.

Ich will hier jetzt gar nicht auf Details eingehen. Es wurden zwar ein paar wenige Punkte gefunden, die handlungsbedürftig sind (z.B. Kondenswasser im Dach und damit erhöhte Schimmelgefahr, Armierungsgewebe im Außenputz zu wenig mit Putz bedeckt), aber es gab auch Punkte, wo wir uns unnötig Gedanken gemacht haben (z.B. die Ausführung der Verkleinerung des Durchganges an der Wohnzimmertür).

Es war also definitiv nicht sinnlos, einen Sachverständigen zu beauftragen. Wir werden ihn wohl auch zur Hausübergabe hinzuziehen...

Donnerstag, 5. Januar 2017

Früher als gedacht

Jetzt waren wir doch mal positiv überrascht, denn eigentlich sollte es ja erst am 09.01. weitergehen. Bei einem aber eher zufälligen Telefonat vor zwei Tagen mit unserem Bauleiter stellte sich heraus, dass bei uns gerade der Trockenbauer am Arbeiten war und damit den Innenausbau vorantrieb. Dazu zählen die Vorwandinstallationen mit dem Montieren der Gipskartonverkleidungen bei den WCs und dem Waschbecken im Bad.

Vor allem aber wurden im OG die verschimmelten Latten durch neue ersetzt und mit dem Anbringen der Gipskartonplatten wurde die Decke fertiggestellt. Auf den Fotos kann man sehr gut die unterschiedlichen Platten für Badezimmer (grünlich und imprägniert) und dem anderen Wohnbereich erkennen.

Im oberen Flur wurde zudem auch die Dachluke eingebaut, die leider nicht mehr um 90° zu drehen ging, da die Balken des Daches dort die Last des Firstes abtragen und deswegen kein Wechsel konstruiert werden kann. Aber damit kann man leben...

Dann ist noch ein kleines Malheur passiert: der Trockenbauer musste nach seiner Arbeit den Bautrockner wieder in die richtige Position bringen. Dabei hat er ihn so ungünstig auf die als Podest dienenden Hartschaumplatten gestellt, dass er durch die Eigenvibrationen heruntergerutscht ist und nun das Wasser nicht in den Kanister lief, sondern auf den gerade trocknenden Estrich. Zum Glück hielt sich die Wassermenge in Grenzen, so dass das schon kurzfristig wieder abgetrocknet sein sollte.

Decke im Badezimmer

Decke im Flur mit Dachluke


WC-Verkleidung im Gäste-Bad

Waschtisch-Verkleidung im Badezimmer

WC-Verkleidung Badezimmer

Verkleidung des Entlüftungsrohres

Verkleidung des Entlüftungsrohres
von der Duschseite gesehen

Das Malheur

Freitag, 23. Dezember 2016

Warm - Wärmer - Sauna

Gestern hat der Baustromkasten seinen Weg ins Haus gefunden, denn nun geht es darum, dass der Estrich durchtrocknet.

Das geschieht in zwei Schritten:
1. Funktionsheizen: es beginnt damit, dass am ersten Tag eine Temperatur von 25°C (Lufttemperatur) eingestellt wird und in den folgenden Tagen in 10°C-Schritten bis auf 55°C kurzzeitig hochgeheizt wird und es dann wieder auf 25°C zurückgeht.

2. Belegreifheizen: auch hier wird auf 55°C hochgeheizt, nur dauert das Belegreifheizen insgesamt 3 Wochen, wobei die 55°C 11 Tage lang gehalten werden

Das Heizen wird mittels eines mobiles Heizgerätes gemacht, das direkt an unsere Fußbodenheizung angeschlossen ist.

Das dabei anfallende Wasser wird dabei über zwei Bautrockner wieder aus der Luft gefiltert und in Kanistern gesammelt; zusätzlich wird auch immer noch jeden Tag stoßgelüftet. Morgen fahren wir das erste Mal zum Entleeren hin, mal sehen wie viel sich da von heute auf morgen gesammelt hat.

Inzwischen habe ich auch herausgefunden, warum die Türen zu klein waren und verbreitert werden mussten: laut unserem Bauleiter hat der Architekt nur das Türdurchgangsmaß in den Plan eingezeichnet, nicht aber das Rohbaudurchgangsmaß, denn auf die Ziegel kommt noch die Türlaibung, die dann mit etwa 2cm je Seite aufträgt...

Das Verbreitern wurde tatsächlich einfach so dahingepfuscht, im Obergeschoss sogar noch schlimmer als im Erdgeschoss. Zum Glück gibt es da keine Diskussion und wird seitens unseres Bauträgers nachgearbeitet.

Die Lattung im Obergeschoss hat nun begonnen zu schimmeln, aber das soll laut Bauleiter relativ normal sein. Die Latten dienten nur der Fixierung der Dichtungsfolie für den Blower Door Test und werden später nach der Aufheizphase ausgetauscht.

Da muss dann auch die Luke zum Dach noch einmal um 90 Grad gedreht werden. Im Moment ist der Antritt genau an einer Wand, er sollte aber mitten im Obergeschossflur sein, damit noch Platz zum "Rangieren" hat.

Links der Baustromkasten (rot) und
rechts das mobile Heizgerät (gelb)



Der Bautrockner unten, die
Menge Wasser im Kanister ist die
Ausbeute von rund 12 Stunden

Der Trockner oben, der Kanister...

...steht allerdings unten
Hier ein paar der verbreiterten Türöffnungen, ich hoffe, man kann es einigermaßen erkennen, wie hier "gearbeitet" wurde: